Selbstachtung. Stärken und lernen.

Selbstachtung. Stärken und erfahren.
Stärken Sie Ihre Selbstachtung. Tipps und Übungen, um konkret anzufangen.

Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung) versteht die Psychologie die Bewertung, die man an sich selbst vorgenommen hat. Oft werden die Begriffe durcheinander gewürfelt und nicht sauber getrennt. Selbstvertrauen (Selbstsicherheit) bezieht sich auf die Kompetenzüberzeugungen (Fähigkeiten des Individuums) und ist quasi als Teilkomponente des Selbstwertes zu sehen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Selbstwert oft mit Selbstbewusstsein gleichgesetzt.

Selbstachtung ist also nichts anderes, als Ihre Gedanken und Bewertungen über sich selbst.

  • "Ich bin zu blöd, um nein sagen zu lernen!"
  • "Ich schaffe es einfach nicht ..."
  • "Ich bin es nicht wert, dass ..."

Liest sich nicht positiv, ist es auch nicht. Wir sind meistens gut darin, uns selbst die größten Hindernisse aufzustellen. Uns selbst klein machen, schlecht über uns selbst denken, uns verurteilen, das fällt vielen Menschen oft sehr leicht. Viel schlimmer noch: Wir finden all das oft normal und es fällt gar nicht mehr auf, wie wir über uns denken.

Lernen und erfahren. So stärken Sie Ihre Selbstachtung.

Glauben Sie bitte nicht, dass das "mal eben" in drei Schritten funktioniert. Es ist keine Technik, keine Magie, es ist Arbeit, es ist eine Haltung. Das heißt auf keinen Fall, dass es nur anstrengend ist, aber es wird Ihnen vermutlich nicht in den Schoß fallen. Deshalb hier einige kleine Tipps, wie Sie täglich etwas tun können, um Ihre verlorene Selbstachtung zu stärken.

  1. Sie haben anscheinend erkannt, dass es mit Ihrem Selbstwert nicht ganz so gut steht und das ist schon der erste gute Schritt. An anderer Stelle wird Ihnen oft geraten, Affirmationen zu nutzen. Ich persönlich halte davon wenig. Sie können sich und Ihrem Unterbewusstsein natürlich gerne erzählen, wie toll Sie sich finden. Und wenn das funktioniert, dann machen Sie es unbedingt weiter! Bei vielen Menschen klappt das nicht. Sie sind frustriert und -schwupp- schon ist es hin mit dem eh angeknacksten Selbstbewusstsein.

  2. Kleine Schritte. Immer wieder. Fangen Sie an, sich Ihrer Gedanken und Gefühle bewusst zu werden. Führen Sie ein Tagebuch, wenn Sie mögen, oder sprechen Sie es einfach in das Handy. Beobachten Sie sich selbst.

  3. Seien Sie sich selbst doch mal wieder ein Freund, eine gute Freundin. Gehen Sie nicht so hart mit sich ins Gericht, verurteilen Sie sich nicht ständig. Machen Sie Fehler, zucken mit der Schulter und machen weiter. Na, wird das funktionieren? Wahrscheinlich wird es schwierig. Vielleicht hilft Ihnen einfach diese Frage auf den Sprung: "Wie kann ich gelassener mit mir selbst umgehen? Woran werde ich das merken?" Lassen Sie es einfach mal sacken, stellen Sie sich diese Frage in Situationen, in denen es gerade schwierig ist und Sie mit sich selbst wieder ungnädig sind.

  4. Bleiben Sie bei sich. Ja, wir stürzen uns gerne auf unsere Mitmenschen, aber bleiben Sie wirklich nur bei sich und Ihren Handlungen, Taten und Worten. Holen Sie sich Ihre Macht zurück und erobern Sie wieder Ihr Spielfeld.

  5. Lernen Sie, Grenzen zu setzen!

  6. Lernen Sie nein sagen. Immer besser, immer mehr, immer souveräner. Hier beißt sich natürlich die Katze in den Schwanz, aber irgendwo müssen wir ja beginnen. :)

  7. Gehen Sie in Ihre Komfortzone rein. Ja, richtig gelesen. Rein da, nicht raus! (Wie Sie das machen, welchen Sinn das überhaupt hat, ist Teil des kleinen Kurses.)

Seien Sie gut zu sich, so schwer Ihnen das zunächst noch fällt, so ungewohnt es auch ist. Es ist leicht, einige Tipps zu lesen, aber das allerwichtigste ist, dass Sie in die Umsetzung kommen. Damit Ihre Taten Ihnen beweisen, was für ein toller Mensch Sie sind.


Selbstachtung Buchtipp: Ja zum Nein

Teile dieses Textes sind meinem Buch entnommen.

Selbstachtung. Weniger Harmoniesucht. Nein sagen und Grenzen setzen.
Für mehr Selbstachtung statt Harmoniesucht.