Atmen, um nein zu sagen: Nicht nur einatmen. Auch wieder aus.

Nein, Schnappatmung ist etwas anderes.

Atmen, um nein zu sagen

Atmen Sie. Klingt bekloppt, oder?;) Es kann eine super Übung sein, ein toller Moment, der verhindert, dass Ihre gewohnte - unerwünschte - Reaktion ausbleibt. Und Sie entspannter genau die Antwort geben, die Sie wirklich wollen. Und das gilt auch für das Neinsagen.


Wenn Sie nicht gut nein sagen können, helfen Ihnen 2 Atemzüge. Vielleicht auch 3. Ein kurzer Moment, der Sie davor bewahrt, ein Ja zu sagen, dass Sie nicht so meinen.

  • Sie hören eine Frage und wollen diese mit "Nein" beantworten. Sie trauen sich aber nicht.

  • Jemand stellt eine Bitte an Sie, die Sie ablehnen möchten. Sie haben Angst, nein zu sagen.

  • Ein Mensch bittet Sie um Hilfe, die Sie momentan nicht leisten wollen. Sie befürchten eine negative Reaktion.

Zahlreiche Situationen, in denen Sie wissen, dass Sie eigentlich nein sagen möchten, es aber dennoch nicht umsetzen. Es geht alles sehr schnell. Ihr Kopf gibt Ihnen Signal A, Ihre Intuition Signal B. Es ist Ihre Entscheidung. Und Sie werden immer eher den gewohnten Weg gehen. Auch wenn er nicht der ist, den Sie wirklich wollen.

Nur 2 Atemzüge können Ihnen helfen, sich in diesen Situationen Ihrer selbst bewusst zu sein. Zu merken, was Sie bewegt, welche Gedanken und Gefühle Ihnen durch Kopf, Herz und Körper schießen. Es klingt ein bisschen merkwürdig, vielleicht sogar affig, aber diese 2 Atemzüge können Sie retten. Vor dem halbherzigen Ja. Vor der Aussage, die Sie nicht treffen wollen. Vor der Reaktion, die Sie nicht wollen.

Die erste Hürde: Erinnern Sie sich, dass Sie atmen wollen. :)
Einen Tipp zu lesen, das ist die eine Sache, einen Tipp dann auch umzusetzen, die nächste. Versuchen Sie, sich einen Anker zu setzen. Eine Erinnerung an Ihr Vorhaben. Das kann eine bestimmte Tasse auf Ihrem Schreibtisch sein, ein kleiner Stein in ihrer Hosentasche, ein Ring an Ihrer Hand. Überlegen Sie sich, was Sie konsequent daran erinnert, anders reagieren zu wollen, als Sie es die letzten Jahre oder Jahrzehnte getan haben.

Die zweite Hürde: Umsetzen!
Sie haben einen Anker, die Situation tritt ein - und Sie haben den Eindruck, dass man Ihnen ansieht, wie sehr Sie gerade bemüht sind, zu atmen? Sieht man nicht, aber Sie werden am Anfang vielleicht das Gefühl haben, dass es so ist. Stellen Sie sich vor den Spiegel und testen es. Atmen Sie tief ein und aus. Und? Sieht man etwas?:)

Die dritte Hürde: Nein.
Was man sehr wohl hört und sieht, ist ein mürrisches Nein. Oder eines mit aggressivem Unterton. Mit einer abwehrenden Körperhaltung. Und ja, das sollten Sie wirklich vor dem Spiegel üben. Sprechen Sie das Nein aus. Na, wie wirken Sie auf sich? Üben Sie es immer wieder. Ohne blöd zu lächeln, den Kopf nach rechts oder links zu legen. Einfach nur nein sagen. Selbstverständlich und Ihrer selbst bewusst.

Natürlich ist das Atmen nur ein kleiner Bestandteil. Doch diese wenigen Sekunden können Sie vor einer Zusage retten, die Sie nicht machen wollen. Damit Sie Zeit für die Dinge haben, die Ihnen wirklich wichtig sind. Probieren Sie es aus. Sie wissen doch, lesen alleine nutzt wenig. Welchen Anker besorgen Sie sich jetzt direkt?

Tipps zum Thema Achtsamkeit.

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