Grenzen setzen lernen. Stärken. Üben.

Im (beruflichen) Alltag für sich einstehen.

Grenzen setzen. Im Beruf und im Alltag.

Grenzen setzen: Tipps, damit Sie selbstbewusst für sich einstehen

Grenzen zu setzen, im privaten Alltag und im Beruf, bedeutet, freundlich mit sich selbst umzugehen und sich zu respektieren. Und das nach Außen auch zu vertreten. Grenzen setzen bedeutet zum Beispiel auch :

  • für sich einstehen

  • etwas bewahren

  • nein sagen

  • abgrenzen

  • eingrenzen

  • ausgrenzen

  • (be-)schützen.

Grenzen setzen heißt damit auch im Job und Berufsleben zusätzliche Arbeit abzulehnen und die eigene Meinungen zu äußern. Im besten Fall lernt man Grenzen zu setzen ohne Schuldgefühle und schlechtes Gewissen.

Menschen, die schlecht Grenzen setzen können, haben oft noch Ängste, Sorgen und Bedenken, die meist aus einer Aneinanderreihung unterschiedlicher Erlebnisse entstanden sind. Nicht selten haben diese ihren Ursprung in der Kindheit. Ein "Nein" wird den wenigsten Kindern beigebracht und sie lernen schnell, dass ein "Ja" immer besser ist. Streng genommen werden wir also zu "Ja-Sagern" erzogen, sollen uns anpassen, Regeln befolgen und Wünsche erfüllen. Als Erwachsene lernen wir wieder, Grenzen zu setzen.

Sich selbst abzugrenzen, wenn man dies für notwendig erachtet, bedeutet: Anderen Menschen eine Grenze zu setzen, um nicht selbst seine eigenen zu erreichen. 
Kirstin Nickelsen

Warum soll ich Grenzen setzen?

Warum soll man überhaupt Grenzen setzen? Wer Grenze zieht, weiß

  • was er will

  • wozu er nicht mehr bereit ist

  • welche Aufgaben er nicht mehr übernehmen möchte

  • wann er Ja und Nein sagen will- und setzt es auch um:)

  • weiß auch um alte Verletzungen, zum Beispiel Schuldgefühle

  • weiß, dass ein gesundes Selbstwertgefühl nicht aus dem besteht, was andere Menschen denken

  • weiß ebenso, dass Selbstbewusstsein aus dem Inneren entsteht

  • Ablehnung nimmt er in Kauf, er ist nicht von ihr abhängig.

    Und was ist es bei Ihnen? Woran werden Sie für sich merken, dass Sie gut Grenzen setzen?

Grenzen setzen lernen

Grenzen setzen lernen. Einfach nicht länger das Opfer sein und den eigenen Bedürfnissen Raum geben. Die eigenen Schwächen erkennen, Erfolge feiern, mit Freude und ohne Angst “Nein” sagen. Keine Angst vor Zurückweisung haben und Schuldgefühle gar nicht in Erwägung erziehen.

Schöne Theorie, nun die Praxis: Was sich ganz wunderbar liest, ist für viele Menschen ein riesiger Schritt. Grenzen zu setzen ist nicht immer leicht: Man möchte dem Kollegen helfen, das Team unterstützen oder dem Vorgesetzten ein guter Mitarbeiter sein. Doch irgendwann bemerkt man, dass mit jedem halbherzigen Ja, das man nach außen erteilt, sich selbst ein nein gibt. Wieder hat man es nicht geschafft, nein zu sagen, wieder hat man es „mit sich machen lassen“, erneut ist man in eine Falle getappt. Das Anerkennen der eigenen (Über-)Belastung fällt oft schwer, denn schließlich möchte man nicht als „unfähig“ oder „Weichei“ gelten und im schlimmsten Fall lauert irgendwo noch ein Schuldgefühl, das beharrlich auf die eigenen Schultern klopft und einem mitteilt, dass man selbst mal wieder nicht in der Lage war, nein zu sagen oder eine Aufgabe abzulehnen. Grenzen zu erkennen, sie zu akzeptieren und zu äußern bedeutet auch, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, nicht in der Opferrolle zu verharren und für sich selbst zu sorgen. 


Wer schreibt hier?
Mein Name ist Kirstin Nickelsen, ich bin Coach, Wirtschaftsmediatorin und Autorin. Mein Buch “Ja zum Nein” beschäftigt sich mit all den Themen, die zum “Nein-sagen” dazugehören: Grenzen setzen, Nein sagen, Bedürfnisse, Harmoniesucht, Selbstachtung, Ängsten, Selbstzweifeln u.v.m. Und weil ich weiß, dass das Lesen die eine Sache ist, die Umsetzung aber auf einem anderen Blatt steht, gibt es diese Seite und unterschiedliche Angebote, um den Hebel des klaren Neins wirklich umzulegen.


Wieso fällt es mir so schwer?

Wieso fällt es so unglaublich schwer, Grenzen zu setzen? Weil wir die Befürchtung haben, anderen Menschen vor den Kopf zu stoßen. Vielleicht gibt es Ängste, Unsicherheiten, die Meinung, dass man „gefallen“ muss. Glaubenssätze, Blockaden, erlerntes Verhalten. Lernen nein zu sagen, das ist für viele Menschen eine echte Herausforderung. Auch das Nein zu mehr Arbeit, Energievampiren und Zeiträubern ist wichtig.

Gesunde Grenzen setzen lernen. Anfangen, für sich einzustehen.

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Angst vor Veränderung

Angst vor Veränderungen, das ist bei vielen Menschen fast normal. Weil Veränderungen meistens mit neuen Verhaltensweisen einhergehen, die erst erlernt werden …

Die Komfortzone

Die Komfortzone verlassen ? Die Angst vor Herausforderungen im Leben ist oft verbunden mit der fehlenden Motivation, die Komfortzone zu verlassen. Das ist auf …

Übungen

Üben, üben, üben. :) Weitere Übungen, um Grenzen zu setzen, stelle ich Ihnen jeden Mittwoch hier vor.

  1. Wahrnehmen, anerkennen und akzeptieren: Eigene Grenzen nicht nur wahrzunehmen, sondern auch anzuerkennen, fällt vielen Menschen relativ schwer. „Ich bin doch kein Schwächling“ oder „Das schaffe ich auch noch“ sind Gedanken, die man hat. Doch genau hier ist bereits der Moment, in dem man hellhörig werden sollte. Man ist kein schlechterer Mensch, weil man Aufgaben oder Bitten nicht erfüllen möchte, man ist kein schlechter Mitarbeiter, weil man Zusatzprojekte für die nächsten drei Monate nicht annehmen möchte. Grenzen sind normal, sind wichtig und sie nicht unter den Teppich zu kehren bedeutet, aktiv zu sein und für sich selbst einzustehen. 

  2. Raus aus der Opferrolle: Es ist leicht sich über Kollegen zu beschweren, dem Vorgesetzten die Schuld in die Schuhe zu schieben oder den Projektpartner als egoistisch abzustempeln. Vielleicht treffen diese Punkte sogar zu. Doch es kann nur eine positive Veränderung eintreten, wenn man selbst aktiv ist. Wenn man sagt, was man meint, was man will und nicht darauf hofft, dass andere Menschen Gedanken lesen, richtig interpretieren oder einen anderen Umgang pflegen. Raus aus der Ohnmacht, hinein ins Tun- es liest sich leicht, ist es jedoch nicht. Gehen Sie kleine Schritte und fangen Sie an, stärken Sie den Muskel des Willens und geben sich selbst die angemessene Priorität. Es geht um Sie und Ihr Wohl: Wozu sagen Sie Ja, was ist die Folge auf der Nein-Seite der Medaille? 

  3. Neue Definition von Grenzen: Stecken Sie das Feld neu ab und ziehen Sie Ihre Grenzen. Überlegen Sie sich, wann diese erreicht sind, was Sie nicht mehr möchten, welchen Preis Sie bereit sind zu zahlen, was Sie zukünftig erwarten.

  4. Der Anfang: Geben Sie nicht nur Ihrem Umfeld, sondern ganz besonders sich selbst Zeit. Nicht selten geht es zwei Schritte nach vorne und wieder einen zurück, weil die Umsetzung der Theorie nie wirklich leicht ist. 

Noch mehr Übungen gibt es jeden Mittwoch, sind Sie dabei?;)

Grenzen setzen lernen Workshop

Der Workshop in Hamburg!

In einer kleinen Gruppe lernen Sie an 2 Tagen, wie Sie leichter und selbstverständlich Grenzen setzen. Kommen Sie nach dem Workshop in die Umsetzung, damit Sie Ihre eigene Zeit demnächst so verbringen, wie Sie es wollen. Ganz ohne unnötige Energiefresser, Kollegen oder Chefs, die die richtigen Knöpfe bei Ihnen drücken.

Grenzen setzen im beruflichen Alltag

Welche Fallen lauern im Büroalltag?

Grenzen setzen. Im Beruf und im Alltag.

Machen Sie kleine Schritte, um im Beruf Grenzen zu setzen. Nehmen Sie nicht sofort den wichtigsten Kunden als Übungsobjekt, fangen Sie klein an und steigern sich dann. Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Umwelt benötigt sie nämlich auch, denn Sie werden schnell merken, dass nicht alle Menschen in Ihrem Umfeld begeistert sein werden, wenn Sie Ihr Verhalten ändern. Was auf der einen Seite nicht wundert, ist auf der anderen Seite manchmal durchaus kraftraubend. Doch passen Sie auch hier auf, tappen Sie nicht in die Falle hinein. Wenn Sie sich verändern, muss und wird es Ihre Umwelt zwangsläufig auch.

Ihr Chef ist auch nur ein Mensch und hat selbstverständlich schon längst herausgefunden, wie er Sie um den kleinen Finger wickeln kann. Ist doch klar, machen wir alle, mehr oder weniger, und ist nur menschlich. Bevor Sie also zum ersten großen nein ausholen, können Sie eine zeitlang darauf achten, in welche kleinen Fallen Sie bei ihm oder ihr tappen, um diese dann ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

„Sie sind mein bester Mitarbeiter, ich brauche Sie jetzt unbedingt!“

Aber sicher, das hört man gerne, fühlt sich geschmeichelt, lächelt vielleicht sogar dabei und schon ist man gefangen. Mit ein wenig Selbstbewusstsein jedoch und einer kleinen Portion Mut könnten Sie Ihr nein hier schön verpacken in: „Und eben weil ich das bin und gut auf mich achte, kann ich die Aufgabe heute nicht übernehmen. Mein Gegenangebot ist der Endtermin in zwei Tagen.“

„Außer Ihnen kann das keiner!“

Stimmt selten, ist aber wieder eine der Fallen, in die man so gerne tritt. Ja, man hat die Aufgabe schon oft gemacht, kann sie schnell erledigen, andere Kollegen bräuchten doppelt so viel Zeit. Mag alles stimmen, doch auf Ihren Weg zum nein werden Sie sich davon in Zukunft nicht mehr beschlagnahmen lassen. Sofern Sie jedoch wirklich die einzige Person sind, welche diese Aufgabe erledigen kann, sollten Sie hier verhandeln.

„Ich benötige Ihre Hilfe!“

Diese Aussage eines Vorgesetzten wiegt zunächst oft doppelt, denn auf der einen Seite gibt sie zu verstehen, dass man selbst ein guter Mitarbeitender ist, was einen selbstverständlich freut, auf der anderen Seite möchte man in den meisten Situationen grundsätzlich immer gerne helfen. Aber als „Ja-einfangen-Trick“ geht dieser Satz dann doch zu weit, richtig?

Und: Lesen alleine reicht nicht. Wenn Sie wirklich ran an den Speck und die Grenzen wollen, holen Sie sich Unterstützung. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern bringt auch noch eine gute Portion Leichtigkeit und sehr sicher eine neue Perspektive mit sich. Denn Grenzen zu setzen und für sich einzustehen, kann verdammt schwierig sein, wenn man es nicht gewohnt ist.

Bessere Beziehungen

Sie führen fast automatisch bessere Beziehungen, nicht nur im Arbeitsalltag, wenn Sie Ihre Grenzen kennen und klar kommunizieren. Klarheit bringt mit sich, dass sich Ihr Verhalten verändert und Sie somit auch Ihrem Gegenüber die Möglichkeit geben, sein eigenes Verhalten zu überdenken. Beides geht miteinander einher und ermöglicht es Ihnen, gesunde, stabile und auf Dauer leichtere Beziehungen zu führen.

Übungen, Tipps & Aufgaben

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