Ein Nein formulieren. So klappt es souverän.
Kommunikation

Die richtige Formulierung finden.

Ein Nein zu formulieren und angemessen zu kommunizieren, scheint oft schwierig zu sein. So sagen Sie souverän, klar und selbstbewusst nein, ohne vor den Kopf zu stoßen.



Grundsätzlich wissen Sie, dass Sie nein sagen wollen. Zum Vorgesetzten, der Kollegin oder der Nachbarin. Nein zu Mehrarbeit, weiteren Aufgaben oder auch mal der Freundin eine Bitte abschlagen. Gar nicht immer so leicht. Es gibt unterschiedliche Techniken, die an dieser Stelle gerne empfohlen werden, meinen persönlichen Favoriten lesen Sie am Ende.

4 Möglichkeiten, um die richtige, souveräne und klare Formulierung für ein Nein zu finden.

  1. Danke schön! Ihnen wird Vertrauen geschenkt, wie toll! Da kommt der Kollege um die Ecke und bittet Sie, an der Präsentation mitzuwirken, die er dringend in den nächsten 3 Stunden benötigt. "Danke, dass Sie an mich gedacht haben, ich weiß das sehr zu schätzen. Momentan habe ich andere Prioritäten, die es mir unmöglich machen, Sie zu unterstützen."

  2. Ja, ich weiß, das ist blöd! "Ich kann mir vorstellen, dass Sie das jetzt vielleicht blöd finden, doch momentan kann ich Sie nicht unterstützen." Verständnis haben und zeigen und dennoch ablehnen. Theortisch ganz leicht.

  3. Schieben Sie die Verantwortung, egal wohin: Die Folge eines Jas, das nicht so gemeint ist, würde Ihnen um die Ohren fliegen? Prima. Kommunizieren Sie das. „Mein Schreibtisch und mein Kopf sind voll mit unerledigter Arbeit. Wenn ich Sie jetzt unterstütze, wird mein Chef sehr sauer sein/meine Kollegin verlässt sich auf mich/meine Partnerin enttäuscht sein." Kann man machen. Ist halt ein Trick, um nicht einfach klar und deutlich nein zu sagen.

  4. Die Lob-Technik: Loben Sie Ihren Kollegen, seine Fähigkeiten, seine Vorzüge: "Herr Kollege, Sie machen das immer so großartig, da kann ich gar nicht mithalten!" Wenn Sie das ohne einen ironischen Unterton sagen, klappt diese Technik ganz gut.

  5. Was- kann - weg - Technik Versuchen Sie es doch mal mit dieser Aussage: "Ja, lieber Chef, diese Aufgabe kann ich gerne übernehmen, welche soll ich dafür ruhen lassen?" Gewagt? Ja. Aber vielleicht riskieren Sie es?!:)

Was Sie mit diesen Formulierungen konkret machen? Ganz einfach: Sie nutzen die Ja-Fallen, drehen sie um und verwenden sie für sich, statt selbst hineinzutappen. Das sind Techniken, die grundsätzlich legitim sind, wenn Sie das wirklich so wollen.

Die allerbeste und tollste Technik

Ich habe Ihnen versprochen, dass ich Ihnen meinen persönlichen Favoriten gerne vorstellen möchte, hier ist er:

Die allerbeste Technik, ein Nein zu formulieren ist: keine Technik zu verwenden.

Kommunizieren Sie klar, souverän und gelassen Ihr Nein, sagen Sie es so wie es ist. Äußern Sie es so, wie Sie sich wirklich damit wohlfühlen. Begründen Sie, lassen Sie es, achten Sie einfach auf sich. Vergessen Sie Ausreden und Co. und setzen Ihr Nein einfach, souverän und klar um.
Probieren Sie es aus, ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Wenn Sie mögen, machen Sie doch den kleinen E-Mail-Kurs "Ja zum Nein" mit. Praktische Impulse, um Ihr klares Nein zu kommunizieren. Aber Achtung: Lesen alleine reicht nicht aus.