Das falsche Ja: Kostenrechnung.

Schlussstrich! Neuanfang.

Manchmal muss man nur einen einzigen Hebel finden, damit es "Klick" macht, damit man versteht, wie man gerade selbst dafür sorgt, dass das Leben hektischer, chaotischer oder stressige ist, als es einem guttut. Das gilt auch für das Nein sagen.

Sagen Sie nein, wenn Sie es so meinen.

Vielleicht ist dies ein Hebel, mit dem Sie etwas anfangen können, der Sie in Bewegung setzt, der umgelegt dafür sorgt, dass Sie an Ihrem Thema dranbleiben.

Ja zu sagen und Nein zu meinen, ist ein Verhalten, dass vielleicht die Menschen um Sie herum zufrieden macht, aber auf Dauer sicher nicht Sie selbst. Was fangen Sie mit diesem Wissen an? Die meisten Menschen sind dann in der "Ich weiß, ich sollte nein sagen, aber es fällt mir schwer" Falle. Die Falle ist aber nur eine, wenn Sie die Erkenntnis vor sich her tragen, sie als Ausrede nehmen und sich dahinter verstecken. Denn grundsätzlich ist diese Erkenntnis, dass Ihnen das Nein schwer über die Lippen kommt, schon der richtige Schritt:

  • Sie erkennen, dass Sie sich selbst schaden.

  • Sie wissen, dass Sie selbst die Situation ändern können.

  • Sie haben verstanden, dass es eine Blockade gibt, Ihr Wissen in Handlung umzusetzen.

  • Sie wissen, dass Sie etwas verändern müssen, um zufriedener zu sein. Viel mehr noch:

  • Sie sind grundsätzlich auch bereit, dafür über 2-7 Hürden zu springen.

Damit haben Sie bereits die perfekte Grundlage gelegt, wenn Sie das bei sich anerkennen - statt mit sich noch härter ins Gericht zu gehen, als es jeder Richter dieser Welt täte.

Wenn Sie den Punkten oben zustimmen, dann fehlt jetzt nur noch die gelöste Handbremse.

"Nur noch" ist natürlich nicht so ganz leicht umzusetzen, denn irgendwo lauern gleichzeitig auch die Stimmen:

  • Dann finden mich andere Menschen blöd, wenn ich nein sage.

  • Dann verliere ich meinen Kunden, meinen Lieblingsmenschen oder meine Kollegen.

  • Wenn ich wirklich immer nein sage, wenn ich es so meine, werde ich bald ganz alleine sein.

  • Wenn ich nein sage, dann helfe ich anderen Menschen nicht - was aber doch total wichtig ist.

  • Wenn ich nein sage, dann stoße ich anderen Menschen vor den Kopf, was ich ja eigentlich gar nicht will.

Haben Sie ausgerechnet, was Sie das halherzige Ja kostet?

Überstunden?

Magen- oder Kopfschmerzen?

Stunden, in denen Sie sich ärgern, weil sich Personen noch nicht mal bei Ihnen bedanken, dass Sie ihnen geholfen haben?

Welche Aufgaben bleiben stattdessen unerledigt bzw. wie hoch ist der Arbeitsaufwand, den Sie zusätzlich leisten müssen?

Stunden, in denen Sie sich selbst auf den Mond schießen möchten, weil Sie wieder Ihr Nein nicht kommuniziert haben?

Welche Energie müssen Sie aufbringen, um zusätzliche Aufgaben/Projekte zu meistern?

Was haben Sie sich aufschwatzen lassen und mussten dafür bezahlen (z.B. Zeitungsabonnement, Kleidung, die Sie nicht tragen etc.)?

Stunden, in denen Sie sich selbst abstrafen, weil Sie glauben, zu blöd zu sein?

Gestalten Sie Ihr Privatleben nach Ihren Vorstellungen?

Was ist mit Besuchen oder Verpflichtungen, von denen Sie glauben Sie zu haben?

Verlorene Freizeit?

Mögen Sie das mal ausrechnen? Trauen Sie sich das? Lassen Sie zu, dass dies vielleicht der Hebel ist, der Ihre Handbremse löst? Mit dieser Aufstellung können Sie übrigens sehr gut zur nächsten Aufgabe gehen. Wie Sie aus dem Schlussstrich der Rechnung eine Startlinie machen, zeige ich Ihnen in den Tipps.

Tipps zum Thema Nein sagen.

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