Innere Antreiber: peitschen oder motivieren.

Wir haben die Wahl!

Innere Antreiber

Innere Antreiber peitschen oder motivieren, blockieren oder nutzen uns. Wir haben die Wahl, sie positiv oder negativ zu nutzen. Dazu sollten wir uns der Glaubenssätze bewusst sein. Um dann zu entscheiden, ob wir sie zukünftig nutzen, oder vielleicht doch lieber links liegen lassen.

Was sind die inneren Antreiber?

Unsere inneren Antreiber beruhen auf Glaubenssätzen, die manchmal so stark in uns verwurzelt sind, dass sie uns gar nicht oder wenig bewusst sind. Wir tragen sie quasi in uns, ohne dass wir uns darüber Gedanken machen, weshalb wir sie auch nicht hinterfragen können, schon gar nicht uns entscheiden, sie nicht mehr zu denken. Innere Antreiber machen genau dies: sie treiben uns an, bestimmen unser Verhalten, was nicht nur gut ist.

Die 5 inneren Antreiber

  • Mach schnell!

  • Sei stark!

  • Sei perfekt!

  • Sei gefällig!

  • Streng dich an!

Innere Antreiber. Blockieren oder nutzen.

Grundsätzlich haben wir alle Antreiber in uns, doch es gibt meistens einen sogenannten „Primärantreiber“. Dieser zeigt sich besonders in Konflikt- oder Streitsituationen, immer dann, wenn es also etwas brenzliger wird, vielleicht mögen Sie dies Stress nennen. Sie ahnen vielleicht bereits, dass der Auslöser in der Kindheit liegt. Vielleicht kommen Ihnen Sätze wie dieser aus Ihrer Kindheit bekannt vor:

- Sei ein braves Mädchen!
- Ein Indianer kennt keinen Schmerz!
- Du musst besser sein als die anderen!
- Sei leise und gefällig!
- Ich muss es allen Menschen recht machen.

Die inneren Antreiber können als Verbieter oder Blockierer wirken, aber auch auch als Antreiber/Erlauber.

"Sei stark" kann also dafür sorgen, dass Sie bemüht sind, sich nicht vom kleinsten Gegenwind in die Irre treiben zu lassen. Ebenso kann dieser Satz Sie blockieren und Sie haben Schwierigkeiten, um Hilfe zu bitten.

Jetzt kommt die Herausforderung!
Diese Sätze müssen überhaupt nichts (mehr) mit Ihnen zu tun haben. Sie können sich von ihnen lösen, weil Sie erkannt haben, dass sie Ihnen schaden. In dem Moment, wenn Sie verstehen, dass diese Sätze Konstrukte des Gehirns sind, Hinterlassenschaften Ihrer Erziehung oder anderer wichtiger Menschen, ist das bereits die halbe Miete. :)

Es ist völlig normal, dass wir diese Antreiber haben, dazu bedarf es nicht unbedingt einer schlimmen Kindheit. Die liebevolle Mutter, die ihrem Sohn immer wieder sagt, dass sie es liebt, wenn sie ihn zum Lachen bringt, wird das u.U. später für sich umdrehen und in jeder Stress- oder Konfliktsituation den Clown aktivieren. Kann manche verzwickte Situation auflösen, muss aber auch nicht.

Ausschalten. Anschalten.

Die Antreiber nun einfach auszuschalten, das können Sie versuchen, gelingt aber den wenigsten Menschen. Gedanken, die so tief verankert sind, überschreiben wir nicht mal eben. Daher ist der erste Schritt, um mit dem blockierenden Antreiber anders umzugehen, sich seiner bewusst zu sein.

Übung:

  • Welche Sätze fallen Ihnen ein, die Sie immer gehört haben?

  • Welche stehen Ihnen im Weg?

  • Wo nutzen sie?

  • Welche Sätze möchten Sie nicht mehr über sich denken?

Nehmen Sie alles nur wahr, sofern Ihnen das möglich ist. Bewerten Sie nicht, oder wenig, verurteilen Sie möglichst wenig. Das liest sich vielleicht leicht, ist es aber durchaus nicht immer. Was sich über Jahrzehnte in Ihren Gedanken breitgemacht hat, werden Sie nicht von heute auf morgen beseitigen können. Seien Sie also nachsichtig mit sich, das schadet in keiner Situation.

Den Antreiber in den Erlauber wandeln

Es gibt die Möglichkeit, den Erlauber des Primärantreibers zu nutzen. Bei einigen Menschen funktioniert dies durchaus gut. Erlauber sind die Sätze, die dem Antrieb etwas die Luft nehmen, ihn relativieren und lösen. Stress und Belastung wird somit die Luft genommen, wenn es gut läuft. :)

  1. Antreiber: Sei stark!

    • Ich darf anderen vertrauen.

    • Ich darf meine Wünsche mitteilen.

    • Ich darf um Hilfe bitten.

    • Ich darf meine Gefühlen zeigen.

  2. Antreiber: Sei perfekt!

    • Ich bin wertvoll und gut so, wie ich bin.

    • Ich darf Fehler machen.

    • Ich gebe mein bestes und das ist gut genug

  3. Antreiber: Mach es allen recht!

    • Meine Bedürfnisse und Wünsche sind mir wichtig.

  4. Antreiber: Streng dich an!

    • Es darf leicht sein.

    • Meine Energie gehört mir.

  5. Antreiber: Mach schnell!

    • Ich darf mir Zeit nehmen.

    • Meine Zeit gehört mir.

    • Ich darf Pausen machen.

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