Nein sagen lernen: Grenzen setzen

Nein sagen lernen: Was sind die größten Hindernisse?

Menschen, die schlecht nein sagen können, haben Ängste, Sorgen und Bedenken, die meist aus einer Aneinanderreihung unterschiedlicher Erlebnisse entstanden sind. Nicht selten haben sie ihren Ursprung in der Kindheit. Ein Nein wird den wenigsten Kindern beigebracht und sie lernen schnell, dass ein Ja immer besser es, ein Funktionieren meist gelobt wird.
Mach dir klar, woher diese Ängste und Sorgen kommen. Klär für dich die Situationen, was oft mit einem Externen sehr viel besser klappt, als in den eigenen Gedankenspiralen zu bleiben.
Hol dir Unterstützung: Eine Freundin, eine Arbeitskollegin, einen Menschen, dem du vertraust und arbeitet gemeinsam an dem Thema des Neinsagens.

Meistens geht man nur an die eigene Grenze, um direkt ins nächste Gefängnis zu marschieren.

Fang klein an: Es gibt immer wieder Situationen, in denen man beginnen kann: Beim Metzger, an der Supermarktkasse, bei Menschen, die keine wichtige Rolle für und im eigenen Leben spielen. Entwickel eine Routine, schaff neue Erfolgserlebnisse und lerne so, dass ein Nein oft wenig bis keine Auswirkungen hat. Wenn doch, frag dich, ob du diese Menschen wirklich in deinem Leben haben möchtest - oder ob Sie Energievampire vielleicht besser verbannen.

Nein sagen zu können, bedeutet auch:

Hier ist eine Grenze erreicht, ich möchte nicht, dass sie (weiterhin) überschritten wird. Wer diese Grenze zieht, weiß,

  • was er will ,
  • wozu er nicht mehr bereit ist,
  • welche Aufgaben er nicht mehr übernehmen möchte.
  • Er weiß auch um alte Verletzungen, zum Beispiel Schuldgefühle.
  • Er weiß, dass ein gesundes Selbstwertgefühl nicht aus dem besteht, was andere Menschen denken.
  • Er weiß, dass Selbstbewusstsein aus dem Inneren entsteht.
  • Ablehnung nimmt er in Kauf, er ist nicht von ihr abhängig.

Neinsagen ist eine Konsequenz aus dem großen Ja.

Grenzen setzen, um leichter nein sagen lernen zu können

Einfach nicht länger das Opfer sein und den eigenen Bedürfnissen Raum geben. Die eigenen Schwächen erkennen, Erfolge feiern, mit Freude und ohne Angst nein sagen. Keine Angst vor Zurückweisung haben, Neinsagen ohne Schuldgefühle.
Schöne Theorie, nun die Praxis: Was sich theoretisch ganz wunderbar liest, ist praktisch für viele Menschen ein riesiger Schritt. Nimm dir nicht sofort den wichtigsten Kunden als Übungsobjekt, fang klein an und steiger dich dann. Nimm dir die Zeit, deine Umwelt benötigt sie nämlich auch, denn du wirst schnell merken, dass nicht alle Menschen in deinem Umfeld begeistert sein werden, wenn du dein Verhalten änderst.
Was auf der einen Seite nicht wundert, ist auf der anderen Seite manchmal durchaus kraftraubend. Doch pass auch hier auf, tapp nicht in die Fallen. Wenn du dich veränderst, muss und wird es deine Umwelt zwangsläufig auch.
Also: Bleib dran!