Nein sagen. Leitfaden.
Kommunikation

Nein sagen. (K)ein Leitfaden

Nein sagen lernen: Dies ist (k)ein Leitfaden. Sehen Sie den Text als Impuls oder Denkanstoß, um Grenzen zu setzen und Nein zu sagen. Und zu handeln. :)



In Dauerschleife möchte ich hier schreiben, dass jeder einzelne Text, jede Idee, jeder Impuls hoffentlich einfach nur eine Anregung für Sie ist. Es gibt nicht den einen Tipp", nicht "diese 3 Wege", um nein zu sagen und Grenzen zu setzen. Das gilt für die meisten anderen Themen in unserem Leben ebenso, hat nur leider zur Folge, dass die Menschen enttäuscht wegklicken.

Am Ende meines Buches "Ja zum Nein" habe ich einen kleinen Leitfaden geschrieben, der als kurze Zusammenfassung dienen soll, viel mehr aber als Erinnerung, ganz besonders jedoch als Ermutigung.

Nein sagen. Der Weg zu führt immer nach N...
Nicht nach Norden, dafür zu einem klaren und selbstverständlichen Nein. Ja zum Nein, Selbstachtung statt Harmoniesucht.

Nein sagen - (k)ein Leitfaden

Ich hoffe, dass das Nein sagen für Sie wirklich erstrebenswert ist, Sie sich ermutigt fühlen, Ihren Weg zu gehen und auf keinen Fall vergessen, wo Ihr Sofa für die Stunden der Erholung steht. Das Nein ist gar nicht immer leicht zu äußern, doch zukünftig

  • sehen Sie Ihre Vorteile,
  • erkennen Ihre (unerfüllten) Bedürfnisse und
  • wissen, dass jeder Mensch das Recht hat, diese zu äußern und selbst dafür zu sorgen, dass sie erfüllt werden.

Selbstverständlich haben andere Menschen das Recht dazu „nein“ zu sagen, doch mit einer verantwortungsvollen Kommunikation können Sie immer besser für sich in schwierigen Gesprächen und Situationen für sich einstehen. Führen Sie ein Erfolgstagebuch, tauschen Sie sich mit anderen Menschen aus und achten darauf, dass Ihre Ziele nicht zu weit entfernt sind. Und: Nicht nur lesen. Wirklich machen! :)

  1. Jedes Ja ist wichtig, jedes Nein unentbehrlich: Es ist gut und richtig, nein zu sagen, ebenso wichtig, dass Menschen Grenzen setzen. Denken Sie an die Münze:
    Nein hat immer 2 Seiten
    Abbild. aus "Ja zum Nein- Selbstachtung statt Harmoniesucht"


  2. Erinnern Sie sich, dass jedes Nein ein starkes Ja beinhaltet. Damit ändert sich nicht nur der Blickwinkel, sondern wir nehmen der Handlung und den Worten den negativen Beigeschmack.

  3. Erkennen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und machen sich auf die Suche nach weiteren Möglichkeiten, diese zu erfüllen, denn somit werden Sie gestärkt. Dies hat auch zur Folge, dass Ihnen das Nein zukünftig leichter fallen wird. Akzeptieren Sie Ihre Gefühle, die schönen stellt kein Mensch infrage, bei denen, die uns traurig oder wütend machen, fällt es uns nicht leicht, sie anzunehmen. Ebenso wie Ängste sind sie jedoch wertvolle Ratgeber und Hinweisschilder und auf dem Weg des Nein Sagens sehr wertvoll.

  4. Wissen Sie immer mehr, was Sie wollen, nicht mehr müssen, was Sie können und ebenso um Ihre Ziele. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstwert und zeugt davon, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.

  5. Erkennen Sie Ihre Werte und geben Sie sich Zeit, diese zu finden. Achten Sie darauf, dass Sie nicht die Ihrer Eltern, Familie oder Freunde nehmen, sondern Sie Ihre ganz persönlichen Werte sehr bewusst formulieren und leben.

  6. Sie kennen Ihre Stärken oder sind damit beschäftigt, sie zu entdecken. Hier hilft Ihnen kein Kompass, doch Ihr Spürsinn wird Sie sicher die eine oder andere Entdeckung machen, die Ihnen zukünftig viel Freude bereiten wird.

  7. Sie übernehmen Verantwortung: für sich, Ihre Kommunikation, Ihr Verhalten. Sie setzen Grenzen, wenn dies notwendig ist und können sich selbst akzeptieren und annehmen.

  8. Sie vertrauen und stärken diese Eigenschaft jeden Tag mehr, indem Sie gute Erfahrungen machen, diese notieren. Sie erkennen Ihre Schwächen, aber lassen sich nicht von ihnen demotivieren.

  9. Die Ja- Fallen kennen Sie nun. Tappen Sie nicht zu oft hinein, wenn doch, nehmen Sie es auch mal mit Humor. Und erwischen sich vielleicht dabei, wie Sie demnächst Ihrem Kollegen eine Falle stellen - jaja, als seien wir immer besser. :)

  10. Machen Sie sich klar, dass Sie immer die Wahl haben. Nein oder Ja, beides ist in Ordnung, wenn Sie es so meinen. Wenn nicht, bekommen Sie ein immer besseres Gespür für die Momente, in denen Sie ein „halbherziges“ Ja sagen, um sich noch ein bisschen näher mit dieser Situation zu beschäftigen und hinterfragen erneut Ihre Bedürfnisse.

  11. Sie kennen Ihre Zeit – und Energievampire und wissen um die Stärken Ihres Sofas. Und dessen Schattenseiten. Veränderungen schieben Sie an, gehen Ihren Weg und lassen sich von Fehlschlägen nicht beirren.

  12. Klare Kommunikation: Sie übernehmen die Verantwortung für Ihr Handeln, Ihr Denken und ebenso für Ihre Kommunikation. Selbstverständlich auch gegenüber Kollegen und Mitarbeitern, Kunden und Vorgesetzten. Sie wissen, dass Sie für einen Teil des Dialogs zuständig sind und achten darauf, klare Worte zu wählen, auf Körperspräche und Tonfall zu achten. Vergewissern Sie sich, dass Sie nicht Ihren eigenen Interpretationen auf den Leim gehen.

  13. Sie wissen, dass Sie nein sagen wollen. Und Sie wissen auch, wozu Sie ja sagen. Eine klare innere Haltung wird Ihnen helfen, die entsprechenden Worte zu finden und zukünftig noch besser für sich einzustehen.

  14. Mut, Wille und Disziplin bringen Sie auf, um Ihren Weg des klaren Nein zu gehen.


    … und ich wünsche Ihnen, dass Sie Vertrauen finden: in das Leben, die Menschen und ganz besonders sich selbst.